Der Moment und die Chance – verpasst oder genutzt?

Wie Sie folgender Geschichte, die sich tatsächlich ereignet hat, entnehmen können, sind gerade mal 0,3 % der Menschen oder anders gesagt 6 von 2.000 in der Lage und Verfassung, die Chance eines unerwarteten Moments zu erkennen, zu nutzen und zu genießen.

Das macht nachdenklich und wirft viele Fragen auf.


Im Vertrieb sind es oft genau diese unerwarteten Momente die profitable Kooperationen und große Chancen mit sich bringen. Das fordert jedoch Präsenz, hin hören, zwischen den Zeilen sehen und lesen. Und einfach mal inne halten. Für einen Moment. Das Rad anhalten. Hier und jetzt. Spüren, hören, erkennen.


Oft machen Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner nur Andeutungen, nur eine kleine kurze Bemerkung über Sachverhalte die Chancen und Möglichkeiten beinhalten. Nehmen wir das wahr? Oder gehen wir einfach drüber weil wir in Gedanken schon wieder weiter sind, es gar nicht wahrnehmen, gar nicht hören, schon wieder zu beschäftigt sind…


Halten Sie inne und lesen Sie hier die wahre Geschichte dazu:


In einer U-Bahnhaltestelle:

In einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC, spielte ein Mann im Januar 2007 an einem kalten Morgen, für 45 Minuten auf seiner Violine sechs Stücke von Bach.


Während dieser Zeit benutzen ca. 2000 Menschen diese Haltestelle, die meisten auf dem Weg zur Arbeit.


Nach etwa 3 Minuten bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.


***4 Minuten später:***


Der Geiger erhält seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihm einen Dollar in den Hut ohne ihr Tempo zu verringern.


***6 Minuten später:***


Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand um zuzuhören, dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.


***10 Minuten später:***


Ein etwa 3 jähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an und das Kind geht weiter. Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso, aber alle Eltern - ohne Ausnahme – drängen ihre Kinder zum schnellen Weitergehen.


***Nach 45 Minuten:***


Der Musiker spielt ohne abzusetzen. Nur 6 Menschen insgesamt blieben stehen und hören für kurze Zeit zu. Ca. 20 geben ihm Geld, aber gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes sind $ 32.-


***Nach einer Stunde:***


Der Musiker beendet seine Darbietung und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt keine Anerkennung.


Niemand wusste es, aber der Violinist war Joshua Bell, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke die je geschrieben wurden auf einer Violine im Wert von 3,5 Mill $.


Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor einem ausverkauften Haus in Boston das gleiche Stück zu einem Durchschnittspreis von 100$ pro Platz.


Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte inkognito in der Untergrundstation. Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die Washington Post.


Dieses Experiment warf folgende Fragen auf:

  • Können wir Schönheit in einem alltäglichen Umfeld, zu einem unangemessenen
  • Zeitpunkt, wahrnehmen?
  • Wenn dem so ist, nehmen wir uns Zeit sie wertzuschätzen?
  • Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext?

Eine mögliche Schlussfolgerung dieses Experimentes könnte sein:

Wenn wir nicht einmal einen Moment Zeit haben anzuhalten und einem der besten Musiker der Welt zuzuhören während er eines der wundervollsten Musikstücke auf einem der schönsten Instrumente spielt die je gebaut wurden...


Wie viele andere Gelegenheiten verpassen wir während wir durch unser Leben hasten?


In diesem Sinne nutzen Sie die Chance des Moments, bleiben Sie wach und aufmerksam in einer hektischen Zeit.


Ihr Achim Jaeger


Die Experten für Verkaufstraining, Vertriebstraining, Kommunikationstraining, Teamtraining!

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