Willkommen am Steuer – Thesen zur Führungsarbeit, Teil I

Was Führung bedeutet, welche Facetten sie hat und wie sie am besten zu bewerkstelligen ist, lässt sich kaum auf einem Stück Papier zusammenfassen. Deshalb teilen wir das Thema auf zwei Impulsletter auf – obwohl uns bewusst ist, dass es wahrlich ganze Bibliotheken füllen könnte. Die folgenden Thesen können Ihnen dabei helfen, das richtige Gespür für Ihre ganz persönliche Führungsrolle zu erlangen oder zu bewahren.


Handwerk Führung: Sie ist keine besondere Gabe oder elitäre Kunst, sondern ein erlernbares Handwerk. Gute Führung beruht auf Kriterien, die sich ein offener Mensch mit Neugierde Stück für Stück aneignen kann. Führungsqualitäten erwachsen aus einer Vielfalt an Qualifikationen, die zum Beispiel gute Seminare und Trainings vermitteln.

Selbsterkenntnis als Grundlage: Ihre ureigene Führungspersönlichkeit ist das Ergebnis Ihrer Individualität und Ausstrahlung. Sie selbst bestimmen, welche spezifischen Eigenschaften auf Ihr Umfeld wirken und welche sich besonders gut für die Führungsarbeit eignen. Bauen Sie diese Eigenschaften aus und stellen Sie besonders positive Merkmale Ihrer Persönlichkeit in den Dienst Ihrer Führungsarbeit.

Wisse, wer Du bist: Nur wer sich selbst gut kennt, kann sich und andere auch gut führen. Um zu verstehen, wie Führung wirkt, ist es nötig, zu reflektieren, wie man selbst geführt worden ist und wie andere diese Aufgabe verstehen. Wie haben Sie selbst auf gute und schlechte Führung reagiert? Welche eigenen Werte führen Sie zu dieser Beurteilung und welche Erwartungen lassen sich daraus ableiten, die Sie an Mitarbeiter und Mitarbeiter an Sie haben?

Mit Gefühl: Intelligent führen heißt auch mit Emotionen zu führen. Wenn Führungskraft und Mitarbeiter ähnliche Werte haben, entstehen positive Gefühle, wenn nicht, dann eher nachteilige. Schöpfen Sie also aus der Freude eines gemeinsamen Erfolges die Motivation für neue Aufgaben und lassen Sie die positiven Emotionen auf Ihre Mitarbeiter überspringen. Wenn negative Emotionen auftreten, deuten Sie diese richtig und verwenden Sie sie positiv. Zum Beispiel ist Ärger nichts anderes als ein Kommunikationssignal, das einen Adressaten sucht. Seien Sie dieser Adressat und wenden Sie den Ärger in konstruktive Energie.

Führen heißt Vorbild sein: In einem erfolgreichen Führungskörper, steckt ein gesunder Führungsgeist. Nach diesem Motto werden Sie von Mitarbeitern positiv wahrgenommen, wenn Sie sich selbst in Dingen wie Gesundheit oder Stressbewältigung vorbildlich verhalten. Ihr persönlicher Umgang mit sich selbst entfaltet seine Wirkung auf das berufliche Umfeld und findet dort Nachahmer im bestmöglichen Sinne.

Diese fünf Punkte sind ganz entscheidende Bausteine für sichere und authentische Führungsarbeit. Doch es gehört noch mehr dazu: Wie muss Kommunikation beschaffen sein, damit sie meiner Führung dient? Wie wichtig ist meine eigene Entwicklung für die Führung anderer Menschen? Antworten zu diesen und noch anderen Fragen stehen im kommenden Impulsletter.

In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig.

Ihr Achim Jaeger

Die Experten für Verkaufstraining, Vertriebstraining, Kommunikationstraining, Teamtraining!

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